Bilder 3-dimensional kolorieren – Teil 1: Grundlagen

 

Mithilfe von Licht und Schatten, kannst Du Deine Bilder realer erscheinen lassen. Indem Du dadurch Objekte dreidimensional darstellst, gibst Du dem Betrachter Deiner Motive ein Gefühl von Tiefe. Für dieses Tutorial wurden Rembrandt Polycolor Künstlerstifte verwendet.

 

Position der Lichtquelle festlegen

Am wichtigsten ist es, ganz am Anfang festzulegen, wo sich die Lichtquelle befindet. Diese kann zum Beispiel links oder rechts über Deinem Bild sein oder auch von vorne kommen. Das Festlegen der Position macht es leichter, Dir das auszumalende Objekt räumlich vorzustellen. Lege also einen Punkt fest und ziehe eine gedachte Linie zu Deinem Bild. Dadurch weißt Du, wo auf dem Körper das Licht auftreffen soll. Je nachdem woher das Licht kommt, sind die Objekte an einigen Stellen heller oder dunkler zu kolorieren. Außerdem wird dadurch auch bestimmt, in welche Richtung der Schattenwurf (nicht zu verwechseln mit der Schattenfläche auf dem Objekt) gezeichnet werden soll.

4_teil1_licht_von_links_oben

Die Lichtquelle befindet sich links oben. Dementsprechend ist das Objekt links oben heller und bildet einen Schatten nach rechts unten.

4_teil1_licht_von_rechts

Das Licht kommt von rechts. Dementsprechend ist das Objekt rechts heller und bildet einen Schatten auf der linken Seite.

 

Art der Oberfläche des Objekts bestimmen

Von der Oberfläche des Objektes, das Du anmalen möchtest, hängt es ab, ob die Schatten eher mit weichen Verläufen  gezeichnet werden oder mit härteren. Weichere Verläufe bedeuten, dass der Übergang von einer in die andere Farbe breiter dargestellt wird. Das ist zum Beispiel bei raueren oder weicheren Oberflächen der Fall, wie z.B. bei einem Gummiball. Bei glatten Oberflächen werden härtere Verläufe gezeichnet, zum Beispiel bei einer glänzenden Metallkugel. Hierfür verwendet man dann nur sehr kurze oder gar keine Verläufe.

4_teil1_kugel_weich

Kugel mit weicher Oberfläche

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Kugel mit harter Oberfläche

 

Art der Lichtquelle festlegen

Die Art der Lichtquelle bestimmt nicht nur die Helligkeit Deines Bildes, sondern auch die Farbe. Ein Objekt sieht im hellen Licht der Sonne anders aus, als im eher schwachen Licht einer flackernden Kerze. Es ist ein großer Unterschied, ob etwas von einem blauen Neonlicht beleuchtet wird oder einer gelblichen Glühbirne.

Auch die Zeit und das Wetter spielen hier eine Rolle. Früh am Morgen wirkt das Licht der Sonne anders, als mittags, wenn sie hoch am Himmel steht. Düstere Regenwolken können ein Motiv verdunkeln, ein schneebedeckter Boden zum Beispiel reflektiert das Licht und kann eine Szene heller erscheinen lassen.

4_teil1_dummschwaetzer

Ausmalbild aus „Fluch Dich frei! blöde Kuh“, koloriert mit Rembrandt Polycolor

 

Im zweiten Teil dieses Tutorials zeigen wir Dir mit einem praktischen Beispiel Schritt für Schritt, wie man ein Objekt dreidimensional aussehen lässt: Bilder 3-dimensional kolorieren – Teil 2: Praktisches Beispiel mit „Schritt für Schritt“ Anleitung

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