Farben mischen mit Farbstiften

Malen in Schichten

Die Grundvoraussetzung beim Farben mischen mit Farbstiften ist das Übereinanderlegen von mehreren Schichten. Wenn Du zum Beispiel eine gelbe auf eine blaue Schicht zeichnest, erhältst Du eine grüne Farbe. Das funktioniert, indem Du gleichmäßige Flächen einfach aufeinander zeichnest. Durch die Stärke des Drucks auf den Stift, bestimmst Du, welcher Anteil von welcher Farbe gemischt werden soll. Drückst Du nur ganz leicht auf, gelangen weniger Pigmente auf das Papier. Drückst Du stärker auf, erscheint die Farbe in der Mischung dominanter.
  • Tipp: Achte darauf, am Anfang nicht zu fest aufzudrücken, denn zu viele Pigmente versiegeln das Papier. Je mehr Schichten übereinanderliegen, desto weniger Platz gibt es für eine weitere Farbe. Wenn jede kleinste Lücke der Papierstruktur ausgefüllt wurde, ist es kaum noch möglich, eine weitere Farbfläche darüber zu zeichnen.

9

Dieses Bild ist mit nur drei Stiften der Osiris Aquarellfarbstiften von LYRA entstanden. Die Vorlage stammt aus unserem Malbuch "Mein Ausgleich"

 

Primär-, Sekundär- und Komplementärfarben – Was ist das?

Primärfarben:

4

Cyan

2

Magenta

3

Gelb

Als Primärfarben werden die drei Grundfarben bezeichnet. Mit ihnen kannst Du so gut wie alle anderen Farben erhalten. Einzig die Farbe Weiß lässt sich nicht mischen. Diese ist jedoch durch den Hintergrund, in den meisten Fällen weißes Papier, bereits vorhanden. Im Grunde benötigst Du also nur 3 Stifte in den Primärfarben für ein Bild, egal welche Farbe es am Ende erhalten soll.

 

Sekundärfarben und weitere Farben

Durch das Mischen von Primärfarben entstehen Sekundärfarben:

6

Cyan + Magenta = Blau

5

Magenta + Gelb = Rot

7

Cyan + Gelb = Grün

Mischt man diese Farben erneut, erhält man dadurch viele weitere Farben. Mischt man alle drei Primärfarben, erhält man eine sehr dunkle, nahezu schwarze Fläche.

1

Farbkreis, erstellt mit drei Stiften der OSIRIS tri aqua.

Mit einem Farbkreis ist es ganz einfach zu bestimmen, welche Farbe man mit welcher mischen muss, um eine andere zu erhalten. Denn Du erhältst bei gleichem Mischverhältnis immer die Farbe, die genau zwischen den beiden Ausgangsfarben liegt. Beachte dabei: Am besten funktioniert das, wenn Du immer zwei von drei Farben verwendest, die im Farbkreis ein Dreieck bilden oder näher aneinander liegen. Zum Beispiel ergibt eine Mischung aus Rot und Gelb die Farbe Orange. Je nach Menge der Farbe, kannst Du bestimmen, welcher Orangeton es werden soll.

Am besten, Du probierst das gleich selber aus! Hier findest Du unsere Farbkreisvorlage kostenlos zum Download:

-> Farbkreis-Vorlage (PDF)

 

Komplementärfarben

Hierbei handelt es sich um Farben, die im Farbkreis gegenüberliegen. Zum Beispiel Gelb und Lila, Grün und Rot oder Orange und Blau. Mischst Du die beiden Farben, heben sie sich auf und Du erhältst im Normalfall einen grauen Farbton.

  • Tipp: Wenn Du die Komplementärfarbe nicht kennst und keinen Farbkreis zur Hand hast, gibt es einen einfachen Trick, um diese herauszufinden. Blicke konzentriert auf eine Fläche, die mit der Farbe eingefärbt ist, von der Du das Gegenstück haben möchtest. Wechsle dann schnell auf eine weiße Fläche und Du wirst ein Abbild in der Komplementärfarbe vor Deinen Augen erkennen.

 

Helligkeit - Mischen mit Schwarz und Weiß

Die Helligkeit bestimmt, wie nah eine Farbe an schwarz oder weiß liegt. Indem Du eine Farbe mit weiß mischst, kannst Du sie heller werden lassen. Eine schwarze Farbschicht über einer anderen Farbe lässt sie dunkler erscheinen.

8

Hier siehst Du verschiedene Abstufungen einer Farbe mit Weiß und Schwarz vermischt

Fandest Du diesen Artikel hilfreich oder hast Du noch Fragen dazu? Dann hinterlasse uns einfach einen Kommentar hier im Blog! Eine tolle Anwendungsmöglichkeit der genannten Mischtechniken, ist das Zeichnen von Farbverläufen. Schau Dir dazu unser Tutorial an: Farbverläufe mit Farbstiften zeichnen.

Bitte geben Sie die Zeichenfolge in das nachfolgende Textfeld ein

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.

Ich habe die Datenschutzbestimmungen zur Kenntnis genommen.